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Ausgewählte Gedichte


D Glocke lite

Alli Dag zu verschiidene Zite
us allene Richtunge d Glocke lite.
Des macht viili Herze froh,
scho mänks Johrhundert ischs eso.

Si hänke schwer im Kirchdurm inne,
un wenn si räife, sott mer sich bsinne.
Uhni Grund bewege si sich nit,
allewiil teile si uns ebis mit.

friäh scho mahne si: De Dag fangt a,
stenn uf un genn an d Arbet na.
Z Mittag am Zwelfi ischs sowit,
daß es ne heimeligs Glockeglit git.

Me hert si wiäder am Segsi z Obe,
dert sottsch de Dag no dankbar lobe.
Jeder Sterbefall diän si bekunde,
lite au, wenn ne Paar sich verbunde.

Zu allene Kirchgäng lade si ii,
des ka zu jedere Dageszit sii.
Immer solle d Glocke lite uf Erde
n niä meh zu Kanone verschmolze werde.


Gottene

Gottene lit im Breisgauland,
als Wiidorf ischs scho lang bekannt.
An sällem Zipfel, Tuniberg-Nord,
findsch du der reizvoll gläge Ort.

Mänks Bächli siihsch, au Brickli, Felder -
ne große Rebberg, Obstbaim, Wälder.
De kasch do vum e Garte Ede
mit eme guäte Gwisse rede.


D Sunntigsruäh

S isch guät, daß es de Sunntig git,
de kasch dert mache, was dr witt.
Kei Wecker- un kei Autograch,
wege dem wirsch au so schnell nit wach.

Mit Gnuß un Gmiät de Kaffee drinke
un au neweng im Gspräch versinke.
In d Kirch kasch goh, wenn d witt, zum Sport,
oder sunscht an e beliäbte Ort.

Un e Spaziärgang dät dir guät,
sogar wenns Katze hagle duät.
Bewegung kasch fir d Gsundheit bruche,
no bisch guät zweg fir di nägscht Wuche.


Alle Rechte an den obenstehenden Gedichten liegen bei Martha Schmidle.

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